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Zlata Chochieva

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RAVEL Miroirs
ALBENIZ El Albaicin

Konzerthaus Berlin, Kleiner Saal | Sonntag, 17. Mai, 20 Uhr
karten
Zlata Chochieva

Die russische Pianistin ist seit kurzem Berlinerin und ebenfalls keine Unbekannte für Besucher des Berliner Klavierfestivals.

Schon im letzten Jahr war die Dramaturgie ihres Programms bemerkenswert, der interpretatorische Tiefgang ihres Rachmaninow-Spiels für die Berliner Zeitung ein „durchströmendes (Klang-)Raumerlebnis im ständig wechselnden Spiel von Licht und Schatten, das dennoch seine eigenen dynamischen Gesetzmäßigkeiten hat. Man könnte es als organisierte Atmosphärik bezeichnen, wie da jedes Detail vom grüblerischen Beginn über die lyrische Melancholie des Mittelsatzes bis zum krachend donnernden Finale (...) seinen Eigenwert vor allem in der Wechselwirkung mit dem Vorher und Nachher erhielt.“

Das diesjährige Programm ist ebenso wohl durchdacht und legt einen Schwerpunkt auf die Auseinandersetzung von Komponisten mit anderen Künstlern, z.B. die Bearbeitungen des polnischen Komponisten und Pianisten Ignaz Friedman von J.S. Bachs Instrumentalmusik oder Liszts Transkriptionen nach dem romantischen Lied eines Franz Schubert oder Felix Mendelssohn Bartholdy. In der zweiten Hälfte nimmt uns Chochieva mit auf eine Reise ins impressionistische Frankreich und Spanien.

Zlata Chochieva

Die internationale Presse bezeichnet Zlata Chochieva als „eine geborene Rachmaninow-Interpretin, die mit düsteren Farben des Flügeln bezaubert und sich mit langen romantischen Melodien berauscht" (Miami Herald). Crescendo betont „eine erstaunliche Leichtigkeit und außergewöhnliche innere Kraft", und Piano News schreibt: „[...] es scheint, als wolle sie mit jedem Stück eine Geschichte erzählen, mit Tönen, was sich nicht in Worten ausdrücken lässt".

Zlata Chochieva begann bereits im Alter von fünf Jahren vor Publikum aufzutreten und führte nach zwei Jahren das Klavierkonzert Nr. 17 von Mozart im Großen Saal des Moskauer Konservatoriums auf. Mit zwölf Jahren gab sie 1997 ein Solokonzert im Rachmaninow-Saal des Moskauer Konservatoriums, das im russischen Fernsehen übertragen wurde. Unter ihren Lehrern waren Michail Pletnjow an der Zentralen Musikschule Moskau und Pawel Nersessian am Moskauer Staatskonservatorium, das sie 2012 mit Auszeichnung beendete. Danach führte sie zwei Jahre lang ihr Studium am „Mozarteum" in Salzburg bei Professor Jacques Rouvier fort, der sie 2013 zu seiner Assistentin ernannte.

Zlata Chochieva konzertiert regelmäßig in berühmten Sälen der Welt, wie dem Herkulessaal (München), dem Concertgebouw (Amsterdam), der Philharmonie de Paris, dem Sala Verdi (Mailand), dem Theater „La Fenice“ (Venedig), dem Konzertsaal Tivoli (Kopenhagen), der Casa da Musica (Porto), dem Kulturzentrum von Belém (Lissabon), der Tschaikowski Konzerthalle (Moskau), dem Großen Saal des Moskauer Konservatoriums sowie dem Großen Saal der Sankt Petersburger Philharmonie.

Zlata Chochieva ist die Preisträgerin vieler internationalen Klavierspielerwettbewerbe, unter anderem des Internationalen Szymanowski-Wettbewerbs (Polen), des Tivoli Klavierwettbewerbs (Dänemark), des ARD Musikwettbewerbs (Deutschland) - Mozartpreis; des Frechilla-Zuloaga Wettbewerbs (Spanien) und des Alberto Fano Wettbewerbs (Italien). Beim Ersten Internationalen Klavierwettbewerb von Santa Catarina (Brasilien) wurde sie mit der Silbermedaille und dem Publikumspreis ausgezeichnet und zur besten Chopin-Interpretin erklärt. Sie wird regelmäßig zu bedeutendsten Musikfestivals in Russland, Schweden, in der Schweiz und den USA eingeladen, darunter „Il Progetto Martha Argerich" in Lugano, das Lucerne Festival und das Internationale Klavierfestival in Miami.

Seit 2012 hat sie beim Label „Piano Classics" drei CDs produziert. Die erste CD, die Aufnahme der Variationen über ein Thema von Chopin und der Klaviersonate Nr. 1 von Rachmaninow, wurde hoch gelobt. Ihre Gesamtaufnahme der Etüden von Chopin (2014) wurde für den „Preis der Deutschen Schallplattenkritik" nominiert, als Editor's Choice in der Zeitschrift "Gramophone" ausgewählt und zu den 50 hervorragenden Chopin-Aufnahmen gezählt. Ihre Gesamtaufnahme der Études-Tableaux von Rachmaninow (2015) erhielt ebenfalls großes Lob der Kritiker und wurde für den „Preis der Deutschen Schallplattenkritik" nominiert.

Übersetzung © Berliner Klavierfestival 2019
Zlata Chochieva